Tuning KTM 690

Nicht zufrieden mit der Leistung? Kette hackt unter 3000 U/min? Anderes Motor-Mapping erwünscht? Wir helfen!

Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, den Motor der KTM 690 – egal ob Enduro, Supermoto, SMC oder Duke – zu optimieren. Viele Kunden sind nicht zufrieden mit der Laufkultur oder der Leistungsabgabe des KTM-Einzylinders. Deshalb haben wir in Zusammenarbeit mit Ingenieuren für Fahrzeugelektronik ein eigenes Motorsteuergerät entwickelt, bei dem wir die grundlegenden Parameter der Einspritzung völlig frei programmieren können.

Als Demonstrationsobjekt haben wir eine KTM 690 SMC gewählt, die serienmäßig 62 DIN PS produziert. Unser Ziel war es, die Leistung deutlich anzuheben und gleichzeitig die Leistungsentfaltung wesentlich zu verbessern. Der Nachteil vieler auf Spitzenleistung getrimmter Motoren ist eine inhomogene Leistungskurve, also weniger PS im unteren und mittleren Drehzahlbereich und ein schlechtes Durchzugsvermögen. Genau das wollten wir verhindern.

Zunächst haben wir eine „klassische“ Motorbearbeitung vorgenommen. Die Kurbelwelle wurde exakt bearbeitet und feingewuchtet, ein neues Silberlager und speziell angefertigte Pleuelbolzen eingebaut. Danach haben wir das Kurbelwellenlager von Rollen- auf hochfeste Kugellager umgebaut.

Zur Hubraumerweiterung kam ein Big-Bore-Zylinderkit mit 104 mm Durchmesser inklusive Schmiedekolben von CP-Piston zum Einsatz. Der Zylinderkopf wurde feinbearbeitet, die Sitzringradien geändert und auf der Flowbench genau überprüft. Die Nockenwelle wurde gegen eine mit schärferen Steuerzeiten aus dem KTM-Programm ausgetauscht.
Zur besseren Beatmung nahmen wir einen BMC-Airfilter mit handgefertigtem Ansaugtrichter. Der Krümmer von Akrapovic und ein spezieller Endschalldämpfer aus Titan sorgen für erhöhten Gasdurchsatz.

Der wichtigste Faktor ist aber das von uns komplett neu programmierte Steuergerät für die Einspritzung.
Heraus kamen auf dem Leistungsprüfstand eindrucksvolle 80,5 DIN PS. Es wäre sogar noch mehr Leistung möglich, aber wir legen wert auf die Standfestigkeit und Haltbarkeit des Motors. Das Verblüffendste ist aber die gleichmäßige Leistungsentfaltung, selbst das unwillige „Hacken“ des Einzylinders unter 3500 U/min ist so gut wie eliminiert.

Für unsere Kunden wollen wir zukünftig das Steuergerät fertig programmiert anbieten. Der Kunde muss es dann nur noch nach dem „Plug-and-play-Prinzip“ an die Elektrik seiner serienmäßigen KTM einstecken. Selbstverständlich kann er es jederzeit wieder gegen das originale Steuergerät tauschen, ohne dass irgendwelche Nachteile für den Motor entstehen.

Wir planen das Steuergerät in drei Versionen:
– eine „abgespeckte“ Version mit einem Fahrprogramm.
– eine  „komplette“ Version mit verschiedenen Fahrmodi.
– für den Rennsport ein kplt. selbst einstellbares Steuergerät für die Rundstrecke.

Achtung: mit dem geänderten Steuergerät erlischt die ABE des Fahrzeugs!

Leistungsdiagramm